Die Gnadenbilder von Teltge

 

 

 

Die Schmerzhafte Mutter von Telgte ist das Gnadenbild des Wallfahrtsortes im Bistum Münster (große Marienwallfahrt von Osnabrück nach Telgte – Telgter Wallfahrt), eine Pietà, die das Motiv der schmerzhaften Mutter Maria, Mater Dolorosa, darstellt.

 

 

Der Sage nach soll es aus der Marienlinde geschnitzt sein, aber neuere Untersuchungen haben ergeben, dass das Bild etwa 1370 aus Pappelholz geschnitzt wurde. Außerdem ist die Statue nicht aus einem Stück, sondern aus mehreren Holzblöcken geschaffen worden. Möglich wäre es, dass ein wohlhabender Kaufmann aus Telgte damit das Grab seiner Eltern geschmückt hat. 1466 ist belegt, dass ein Dach vor dem Bild gebaut wurde. Unter Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen wurde Telgte zum Wallfahrtsort und das Bild zum Gnadenbild erhoben. 1651 fand die erste Telgter Wallfahrt statt und am 1. Juni 1654 wurde der Grundstein zur Wallfahrtskapelle gelegt. 1701 nahmen die Wallfahrten beträchtlich zu, als Friedrich Christian von Plettenberg Telgte den Vorzug vor einer Kevelaer-Wallfahrt gab.

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Telgt liegt etwa zwölf Kilometer östlich von Münster an der Ems. Die Stadt ist bekannt als Wallfahrtsort und durch eine Erzählung von Günter Grass (Das Treffen in Telgte). Darin erzählt der Dichter nicht nur von einem Literatentreffen großer Barock-Dichter, das er ins Jahr 1647 verlegt, in das Jahr vor dem Abschluss des Westfälischen Friedens im nahen Münster und auch nicht fernen Osnabrück, sondern es wird auch ganz profan heftig getafelt, um nicht zu sagen gefressen und gesoffen.

 

Wie es sich für einen viel besuchten Wallfahrtsort gehört, gibt es in der Stadt noch heute eine Reihe von Gasthäusern und Cafés, damit sich Pilgerfrau und Pilgermann von den Strapazen der Reise erholen und sich dabei angemessen laben können.

Wer Schmackhaftes oder sogar Deftiges mit nach Hause nehmen will, der kommt in der Fleischerei Hansen auf seine Kosten.

 

Die elegant gestaltete Fleischerei ist im Münsterland so bekannt wie eine bunte Kuh, und eine ebensolche begrüßt vor dem Eingang freundlich die Kunden. An den üppig bestückten Verkaufstheken fährt Stefan Börste zweigleisig. Angeboten werden westfälische Spezialitäten aus eigener Herstellung, aber auch Internationales in Premiumqualität. Für das eine steht der saftige Bauern-Kochschinken, der nach altem Rezept mit Knochen und Schwarte gegart wird. Oder der kugelförmige Knubbel, eine leicht grobe Leberwurst mit Majoran, und frische Mettendchen. Für das andere eine fein-sahnige Leberpastete mit Preiselbeeren aus Belgien oder Jamón de Trevélez, ein Serranoschinken der Extraklasse aus dem gleichnamigen Bergdorf in Andalusien. Gerne empfiehlt die fachkundige Bedienung auch aus dem umfangreichen Sortiment an Salaten, Rohmilchkäse und feinen Ölen.

Der Feinschmecker

 

Für kleine Kinder, die ja beim Einkauf an der Theke in alter Tradition eine Scheibe Fleischwurst geschenkt bekommen, steht noch eine profane Attraktion breit: Das Telgter Schaukelschwein.

 

 

Das Schaukelpferd ist ein meist hölzernes Pferd auf Kufen (auch Gängel), gewöhnlich als Kinderspielzeug verwendet. Es ist normalerweise so groß, dass ein Kleinkind gut darauf sitzen und schaukeln kann. Der Schwerpunkt muss tiefer sein als der Mittelpunkt des Kreises, von dem die Gängel Bogen sind.

Manche sehen aus wie echte Pferde, sind z. T. sogar mit Fell überzogen. Aber oft sind sie stark stilisiert und auch nicht mehr zwangsläufig Pferde, sondern z. B. Esel oder Dinosaurier.

In der Wirklichkeit ist ein Schaukelpferd keine Schaukel, sondern eine Wippe, so auch das Telgter Schaukelschwein.